Das Leben ist ein RPG. Manchmal verläuft man sich, verliert gegen einen bösen Endgegner oder will einfach nur noch mal die Zwischensequenz am Anfang sehen in der man die vollbusige Prinzessin rettet. Man beginnt von neu, geht das Ganze anders an, schaut in Ecken die man vorher als nichtig erklärt hat und lässt langweilige Passagen einfach links liegen.
Und manchmal will man alles anders machen. Kommenden Dienstag werde ich nach Bangkok fliegen und ab dann einen Monat alleine durch Thailand reisen. Ich gestalte derzeit mein komplettes Freelancer-CI neu und im August ziehe ich dann noch nach Berlin. Vieles wird sich ändern, vieles muss überdacht werden, vieles bleibt jedoch auch bestehen.
Auch hier im Blog wird es eine Änderung geben. Es wird ihn nämlich ab sofort nicht mehr geben – zumindest nicht mehr in dieser Form. Das wirre Konzept aus Privatem, Fotos, Internetfundstücken und Musik geht für mich nicht mehr wirklich auf und wird – zusammen mit der ganzen Seite – über Bord geworfen.
Ich werde weiterhin bloggen. Vielleicht seltener, vielleicht reduzierter, doch mit klarerem und aussagekräftigerem Inhalt. Und an einem neuen Ort. Domain der Wahl war hier ganz banal blog.philippbartz.de. Halt näher an meiner Person undso. Design ist wie unschwer zu erkennen ein Port meines Tumblr-Layouts auf Wordpress. Der Tumblr existiert übrigens nach wie vor und wird auch rege genutzt
Ich bitte also Favoriteneinträge auf diese Seite zu ändern, den RSS-Feed gibt’s dann hier. Ich mache aber mit Sicherheit die Tage noch plakativer darauf aufmerksam, man will ja keine Leser verlieren. Auf dann!
Hat jetzt einen Tumblr. Hier.
Von Dienstag bis Donnerstag waren wir in Berlin. Und Berlin ist komisch. Es ist schön und hässlich zugleich, atmosphärisch, dezentral, wuchtig, riesig und irgendwie vollkommen unspektakulär. Aber ich mag Berlin. Man fühlt sich wohl, es gibt einem das Gefühl des “da seins”. Und auch wenn ich persönlich München nach wie vor lieber mag, bewegt Berlin in mir irgendwas.
Fotografiert habe ich eigentlich kaum, einige Schüsse sind aber trotzdem bei rumgekommen.


Übernachtet haben wir wieder im Motel One. Kein Luxus, aber sehr zu empfehlen.
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich dank Kai eine meiner bisher liebsten Musikentdeckungen gemacht, deren sieben Songs sich auf Myspace und Facebook verstreut anhören lassen. Caroline Keating aus dem kanadische Montreal hat mich mit ihren zuckersüßen Kompositionen – die vielleicht ein wenig an Regina Spektor erinnern – direkt in ihren Bann gezogen und seitdem nicht mehr losgelassen.
Gestern war die hübsche Sängerin auf der Yellowstage in Frankfurt, um gut zehn ihrer Stücke zu spielen. Das Publikum war überschaubar klein und füllte den wohnzimmerartigen Studioraum kaum – es war eines dieser Konzerte wo man auf dem Boden saß und einfach nur der Musik lauschte, im Dialog mit der Künstlerin, ganz intim.
Caroline war bezaubernd, charmant, schüchtern, hat gespielt wie eine Göttin und gesungen mit einer Stimme, die ich mit nichts vergleichen könnte, was ich bisher live gehört hatte. Meine immens hohen Erwartungen wurden also keinesfalls enttäuscht. Nach dem Konzert gab es endlich die erhoffte CD zu kaufen, die sie mit ein bisschen Smalltalk gerne unterschrieb.
Gabs schon bei den Märzwolken, aber ist definitiv einen Einzelpost wert – Best Coast – When I’m with you. Irgendwie tanzlaunig.
Nachdem die Tage schon die erste Ausgabe meines brandneuen VICE Abos eingetrudelt ist, habe ich eben dann auch die (wegen Lieferschwierigkeiten nicht mehr ganz so aktuelle) Februarausgabe der DAZED & CONFUSED aus dem Briefkasten gefischt. 144 Seiten unter anderem mit Karim Sadli, Josh Olins, Ben Toms und Precious. Ahh!
Fast pünktlich zum ersten März (nämlich am zweiten) läute ich hiermit offiziell die Zeit ein, in der man den ganzen Rotz, der einem den Winter noch kälter gemacht hat als er eh schon war, der einem jeden Tag aufs Hausdach gefallen ist und sich auch durch tatkräftiges Wintergrillen und Sommerlieder singen nicht hat vertreiben lassen, abzuschütteln, abzuwaschen und für die kommenden 9 Monate vom Diesseits ins weiter nördliche Jenseits zu schicken. Es ist nämlich Frühling verdammt und der hat es diesmal so richtig in sich.
Und damit ihr das auch kulturell nach außen tragt habe ich hier nicht wie ihr denkt ein Frühlingsmixtape gebastelt, nein, ich habe nochmal die Melodien, die mich die letzten Wintertage begleitet haben in einen Topf geworfen und sie schön trist “Märzwolken” betitelt. Hat so ein bisschen was von beidem. Also Winter und Frühling.
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