Nachdem ich vor genau zwei Monaten damit angefangen habe, geht’s nun in die zweite Runde: Heute gefunden und gefallen:
Ganz starker Trailer zu einem Film, der 2009 schon auf sämtlichen Filmfesten abgeräumt hat und 2010 auch endlich ins deutsche Kino kommen soll (leider noch ohne Termin).
Habe gestern übrigens (anfänglich wider Willen) Avatar gesehen und fand ihn überraschenderweise großartig.
Bin heute über seinen Blog gestoßen und habe besonders Gefallen an seiner Fotografieecke gefunden. Er knipst mit einer Canon TX.
Weiter dolle Bilder auf seinem Flickr-Account.

Tim Burton und Johnny Depp haben mich bisher nur bei Charlie und die Schokoladenfabrik enttäuscht und werden es bestimmt nicht wieder tun. Hoffentlich.
Kinostart: 4. März 2010. Übrigens: Frohe Weihnachten!
Übers Lookbook bin ich auf Rockie Nolan gestoßen, eine junge Designstudentin und Modefotografin in Ihren Kinderschuhen mit inspirierenden Fotos, die ein klein wenig an Nirrimi erinnern.
Koblenz hat es gestern Nachmittag komplett eingeschneit, Andernach ist spätestens seit heute Nacht sowieso komplett weiß und bei verflucht kalten -12 Grad Celsius vor der Türe ist einem der Gang über den Weihnachtsmarkt selbst mit viel Glühwein oder heißer Schokolade (die auf Weihnachtsmärkten bisweilen massiv unterbewertet wird) nicht schmackhaft zu machen. Viel lieber dreht man die Heizung auf höchste Stufe, liegt das ganze Wochenende im Bett oder auf der Couch rum und legt sich eine richtige Winterplatte auf. Sie wie die hier. Und für alle, die dieses Stück Musik nicht im Schrank haben, hab ich in Grooveshark eine Winterplaylist angelegt, die es draußen nochmal 5 Grad kälter und drinnen nochmal 5 Grad wärmer werden lässt. Mindestens. Zur Playlist geht’s hierlang oder in der Fullstory.
Der von mir sehr geschätzte Marcel vom allseits beliebten AMY&PINK schreibt seit geraumer Zeit unregelmäßig an dem Großstadtroman Stadthunger, in dem es wild abwechselnd in phänomenaler Schreibweise um Liebe, Sex und Drogen geht. Dabei ist seine Schreibe so authentisch dreckig, dass man die kurzen Kapitel, die auf AMY&PINK veröffentlicht werden, lieben muss, wenn man auch nur einen Fetzen von Popliteratur hält. Hier geht’s zur Geschichte.
22. Juli 2009, Flughafen Frankfurt-Hahn
16:20. Abflug nach Palma de Mallorca. Da Melissa und ich mal wieder zu spät am Gate waren, haben wir im Flugzeug keinen Platz nebeneinander bekommen. Dafür sitzen wir jetzt beide am Gang, sie vor mir. Neben mir: Zwei junge Deutsche. Ich denke, dass der rechte Steven Stiffler aus American Pie so aufdringlich ähnlich sieht, dass man fast nach einem Autogramm fragen möchte. Ich überlege, doch der Name des Schauspielers fällt mir nicht ein. Der Pilot reißt mich aus meinen Gedanken, mit einer dieser typischen Durchsagen die man nicht versteht. Seinem harten Akzent nach eindeutig Franzose, versucht er tatsächlich alle bekannten und unbekannten Städte aufzulisten, die wir in den kommenden zwei Stunden überfliegen werden, wobei das Gefühl aufkommt, er hätte eben erst sprechen gelernt. Ich höre weg. Zwischendruch, durch den Dialekt zum Hinhören gezwungen, schnappe ich Saarbrücken, Avignon und Marseille auf.
Da ich meinen Rucksack mitsamt meines gesamten Gepäcks am Schalter abgegeben habe, fehlt mir Beschäftigung. Ich lese das Ryanair-Magazin, das in der Tasche vor mir liegt, habe aber recht schnell alles Interessante herausgelesen und lege es zurück. Ich beobachte die Menschen auf den Plätzen neben und vor mir. Schräg links vor mir sitzt eine Gruppe junger deutschsprachiger, die mir biertrinkend schon am Flugsteig aufgefallen ist. Sie tragen alle Polohemden, Truckerkappen mit Karosternen und sind sehr laut. Im Gang breiten sie die Bildzeitung aus und lesen vornehmlich den Sportteil. Einer von ihnen hat pausenlos Kopfhöhrer im Ohr und erzählt trotzdem Witze, die ich nicht verstehe, weil ich zu weit weg sitze. Ich möchte eine Karikatur zeichnen. Als unser französischer Pilot seine Städteauflistung mit Palma beendet, macht einer der Bildzeitungsleser sein erstes Dosenbier auf. 0,33er Bitburger Pils. Prost. Ich wusste gar nicht, dass es Bitburger überhaupt noch in Dosen gibt. Aber gut. Wir fliegen halt nach Mallorca, der Deutschen liebsten Urlaubs- und Partyinsel. Warum wir dann überhaupt hinfliegen? Eigentlich hielt ich auf Mallorca schon immer recht viel. Die Insel bietet weit mehr als überlaufene Strände, Sangria aus Eimern in s’Arenal und stinkende Touristen aus Nordrhein-Westfalen. Zum Beispiel wirklich schöne Buchten, Berge und Wanderwege. Das habe ich mir zumindest erzählen lassen. Und man darf auf Mallorca Wildzelten. Von wegen Pauschalurlaubsinsel, individueller geht’s nun wirklich nicht mehr. Der Flug hat pro Person übrigens 80 Euro gekostet, die billig gekaufte Ausrüstung noch ein bisschen mehr. Das zweite Dosenbier für meinen Flugpartner mit der roten Kappe. Mir wird schlecht. Er redet laut und spuckt dabei. Irgendwie komme ich mir plötzlich furchtbar arrogant und versnobt vor. Wie peinlich.
Mads Teglers ist mit Abstand der beste dänische Fotograf den ich kenne. Und irgendwie auch der einzige Däne den ich kenne. Hmmm.
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